Anbei ein Nachtrag der Firma INSCYD, welche als Aussteller auf der Athletik-Konferenz 2018 vertreten war. Auch im Jahr 2019 findet die Athletik-Konferenz wieder statt – vom 6. – 8. September. Save the date!

Die VO2max – davon hat jeder (Athletik-)Trainer mindestens schon einmal gehört. Warum interessiert uns die VO2max – die maximale Sauerstoffaufnahme?

Eigentlich ist die Kapazität des Körpers Sauerstoff zu verarbeiten als solches nicht Wettkampfentscheidend. Aber: man weiß dass die aerobe Energieproduktion und damit die Leistung, in der Muskulatur proportional der VO2 ist. Mit anderen Worten: wenn man aerob Leistung erbringt braucht man dafür Sauerstoff. Die Menge an Sauerstoff ist dabei proportional der erbrachten aeroben Leistung und damit ein direkter Gradmesser dieser.

Das Gute ist: die Sauerstoffaufnahme kann man heutzutage relativ „einfach“ messen und hat damit einen praxistauglichen Zugang die aerobe Leistung zu quantifizieren.

Anaerob-laktazide Leistung hat auch jeder (Athletik-) Trainer schon mal gehört. Und die Bedeutung der anaeroben Leistung ist nicht nur den Trainern sondern auch den Sportlern meist bewusst. Wettkampfentscheidende Situationen erfordern meist hohe Bewegungsgeschwindigkeiten, welche nicht aerob gedeckt werden können. Jede kurzzeitige, hohe Belastung  -sei es in einem Fußballspiel oder eine Tempoverschärfung in einem Rennen – braucht anaerobe Energie. Meistens sogar sehr viel anaerobe Energie. Aber, wenn anaerobe Leistung so wichtig ist, sollte dann nicht das Monitoring dieses wichtigen Parameters mindestens ebenso zum Standardrepertoire gehören wie dies bei der aeroben Leistung (VO2max) der Fall ist?

anaerobe Leistung power

Analog der VO2max kann man anaerob erzeugte Energie nicht direkt messen. Aber ebenso wie bei der aeroben Leistung gibt es einen Parameter der sich prima als Indikator für die anaerobe Energieproduktion und damit Leistung eignet: Laktat!

So simpel wie es klingen mag: die Laktatbildungsrate ist ein direkter Indikator für die glykolytische Leistung. Ein kurzer Blick in ein beliebiges Standardwerk der Trainingslehre oder der Biochemie reicht aus: im anaerob-laktaziden Stoffwechsel (Glykolyse) wird parallel ATP und Laktat produziert. Die Menge an produziertem Laktat ist proportional der produzierten Menge ATP und damit der Energiemenge. Als Parameter für die glykolytische Leistung hat sich daher in zahlreichen olympischen Disziplinen die VLamax bewährt.

anaerobe Leistung VLamax

Die VLamax – also die maximale Rate mit der Laktat produziert werden kann, ist ein zentraler Bestandteil jeder Leistungsanalyse mit INSCYD. Ganz gleich ob im Schwimmen, im Spielsport, Kanu, Triathlon oder Radsport – die Erfassung der maximalen glykolytischen Leistung (VLamax) hat sich zu einem essentiellen Leistungsindikator entwickelt den Trainer bei jeder Analyse erfassen wollen.

Der Grund scheint offensichtlich: ohne eine ausreichend hohe VLamax (und damit anaerobe Leistung) bleibt in vielen Sportarten der Erfolg aus. Ganz gleich ob im 200m Freistilfinale, einem Sprint bei der Tour de France Etappe oder beim Angriff aufs Tor im Fußballspiel – ohne anaerobe Energie geht es nicht.

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